Die Gemeinde beabsichtigte, die vorhandenen Lebensräume für Tier- und Pflanzenarten zu sichern, miteinander zu verbinden und zu ergänzen. Die Durchgrünung der ausgeräumten Fluren im Gemeindegebiet im Rahmen einer Biotopvernetzung war eines der erklärten Ziele des Landschaftsrahmenplanes Unterer Neckar und des Regionalplanes Unterer Neckar.
Der Gemeinderat hatte in seiner öffentlichen Sitzung am 03.09.1992 einem Biotop-Vernetzungs-Konzept zugestimmt. Das Regierungspräsidium Karlsruhe hat mit Schreiben vom 17.09.1992 diese Konzeption für den Gemeindebereich Heddesheim anerkannt. Die Anerkennung war Voraussetzung für finanzielle Zuwendungen des Landes Baden-Württemberg für die Durchführung von Maßnahmen zur Biotopgestaltung
In den Jahren 1993 bis 1996 wurden verschiedene Biotopvernetzungsmaßnahmen durchgeführt. Es wurden z.B. neue Feldgehölze oder Hecken angelegt, ebenso einige Baumreihen, sowie Wiesenstreifen. In diesem Zusammenhang wurde das Badesee - Nordufer umgestaltet und dort Flachwasserzonen eingerichtet. Zug um Zug wurden weitere kleine Trittsteinbiotope geschaffen.
Auch verschiedene Vereine beteiligen sich mit Projekten an der Verwirklichung des Biotop-Vernetzungs-Konzepts.
Die Gemeinde hat dem Verein der Vogelfreunde und -pfleger eine ca. 1 ha große Fläche zur Anlegung eines Grasweges, einer Wallhecke sowie zur Anlegung einer Wildblumenwiese mit Streuobstcharakter überlassen. Die Maßnahmen wurden in der Zwischenzeit auch realisiert.
Die Jugendabteilung des Deutschen Roten Kreuzes hat im Jahr 1996 eine ca. 10 ar große Streuobstwiese im Gewann „Straßenheimer Pfad“ in Richtung Straßenheim angelegt und übernimmt seither die Pflege.
Auch im Zusammenwirken mit dem BUND wurden weitere Biotopmaßnahmen durchgeführt. So wurde der neugeschaffene Radweg von Heddesheim in Richtung Viernheim durch den BUND bepflanzt. Eine weitere Bepflanzungsaktion ist für das Frühjahr 2002 vorgesehen.